Kerstin Schuster, Michael Decker:

Wissenswertes zu Suchmaschinen im Internet

1999

 

Was sind Suchmaschinen ?

Das Internet wird zum Teil als unstrukturierte, chaotische Ansammlung von ca. 300 Millionen Seiten beschrieben. In diesem Chaos könnte sich niemand so richtig zurecht finden, gäbe es nicht leistungsfähige Helfer- die sogenannten Suchmaschinen. Diese sammeln sozusagen Adressen von Internet-Seiten, welche dann in umfangreichen Datenbanken gespeichert werden. Suchmaschinen sind also große Datenbanken, deren Bestände zum Teil bis zu 100 Mio. Einträge aufweisen.

Die Abfrage der Datenbanken erfolgt anhand von Suchbegriffen. Das Ergebnis ist eine Linkliste von Adressen. Leider unterscheiden sich die Ergebnisse sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Dies liegt darin, daß erstens die Datenbanken der Suchmaschinen unterschiedlich viele Einträge aufweisen, zweitens unterschiedliche Methoden der Adressuche verwendet werden und drittens die Fundstellen sich häufig in ihrer Kommentierung (in der teilweise ebenfalls gesucht wird) unterscheiden.

 

Wie kommen Suchmaschinen zu ihren Datenbankeinträgen ?

Es gibt drei unterschiedliche Methoden:

Spider, Robots bzw. Crawler

Diese durchforsten selbständig das Internet, indem sie auf einer beliebigen Seite beginnen und sich über die dortigen Links zu weiteren Seiten bewegen. Der Vorteil dieser Methode liegt in der hohen Aktualität. Der Nachteil liegt in der häufig geringen Plausibilität (Bsp. Altavista).

 Netzkataloge

Diese verfahren nicht selbständig. Hier prüft eine Redaktion alle aufzunehmenden Seiten, welche anschließend in Kategorien einsortiert werden. Die Suche erfolgt bei Suchmaschinen dieses Typs entweder über einzelne Kategorien oder über Stichworteingabe.
Der Vorteil dieser Methode liegt in der Übersichtlichkeit (deshalb gerade für Einsteiger geeignet), in der höheren Plausibilität sowie in der Auflistung der Links nach Wichtigkeit sortiert. Der Nachteil liegt darin, daß wesentlich weniger Einträge in den Datenbanken enthalten sind (Bsp. Yahoo).

Meta-Suchmaschinen

Suchmaschinen dieses Typs führen keine eigenen Datenbanken, sondern greifen bei der Suche gleichzeitig auf Datenbestände mehrerer Suchmaschinen zurück. Man könnte sie also auch als sogenannte "Schmarotzer- Suchmaschinen" bezeichnen. Auf diese Weise bzw. Suche verschmelzen die Vor- und Nachteile der beiden vorgenannten Suchmaschinentypen (Bsp. MetaGer, Meta-Crawler, metalaw).

  

 Welche Suchmaschinen gibt es und unter welcher Adresse sind sie erreichbar ?

 

Suchmaschine Adresse Typ Info
Google www.google.de ? Die mittlerweile wohl meistbenutzte Suchmaschine für Spezialanwendungen
Altavista www.altavista.de Spider Suchklassiker, Vielzahl an Suchoptionen
Yahoo www.yahoo.de Netzkatalog sehr beliebt bei Einsteigern, Marktführer in Deutschland
Lycos www.lycos.de ? viele Extras, Testsieger in Internet-World 7/98
Intersearch www.intersearch.de ? gute Hilfe-Optionen, hohe Konsistenz, viele Abfrage-Möglichkeiten
Eule www.eule.de ? hohe Trefferquote, schlechte Geschwindigkeit
Fireball www.fireball.de ? großer Datenbestand, aber geringe Trefferquote
Web.de www.web.de Netzkatalog gute Bedienbarkeit, gute Trefferquote
MetaGer meta.rrzn.uni-hannover.de Meta-Suche sehr gut, sucht in einer Vielzahl von Suchmaschinen
metalaw www.metalaw.de Meta-Suche spezielle juristische Meta-Suchmaschine. Findet juristische Inhalte im Internet.
Meta-Crawler www.metacrawler.de Meta-Suche schnelle Abfrage von sechs Suchmaschinen
Excite www.excite.de ? automatische Suche nach gleichbedeutenden Begriffen
Aladin www.aladin.de ? kleiner Bruder von yahoo. Volltextsuche, geringe Trefferquote

 

Wo bekomme ich weitere Informationen ?

Eine gute Einführung zum Thema "Suchen und Finden im Internet" enthält die Homepage der Unibibliothek Karlsruhe unter:

www.ubka.uni-karlsruhe.de/suchmaschinen

Ebenfalls hilfreiche Tips zu diesem Thema gibt auf der Homepage der Uni Konstanz unter:

www.swbv.uni-konstanz.de/links/suchdienst.html

Literatur zu diesem Thema gibt es ebenfalls: